
GESCHICHTE
Die Anfänge
Am 27. Oktober 1902 wurde der Wissenschaftliche Katholische Studentenverein Unitas Winfridia als dritte wissenschaftliche katholische Corporation in Münster gegründet. Er ging aus dem W.K.St.V. Unitas Sugambria (gegr. 1899) hervor, da diese sehr hohe Mitgliederzahlen hatte und im selben Jahr die juristischen Fakultät in Münster eröffnete. Mit neun Burschen und zwölf Füxen entwickelte die Winfridia rasch ihre Eigenständigkeit und wurde auch schon 1903 bei der 44. Generalversammlung in Köln in den Unitas-Verband aufgenommen. 1907 gründeten Mitglieder der Unitas Winfridia den AStA an der Universität Münster.
Der Erste Weltkrieg und die Weimarer Republik
Der erste Weltkrieg zog nicht spurlos an der Winfridia vorbei. So fanden sich ein Großteil der Aktivitas sowie einige Alte Herren an der Front wieder. Insgesamt fielen bis zum Kriegsende 24 Winfriden, zehn Alte Herren und 14 Aktive. Nach dem Ersten Weltkrieg stellte die Winfridia zusammen mit anderen Unitariern ihr gesellschaftliches Engagement in den Dienst der jungen Demokratie.
Die finsteren Jahre des Nationalsozialismus
Die finsteren Jahre der deutschen Geschichte gingen allerdings auch an der Winfridia nicht spurlos vorbei. Am 30. Juni 1938 wurde der Unitas-Verband von den herrschenden Nationalsozialisten unter dem Vorwand der Staatsfeindlichkeit im Rahmen des Himmler-Erlasses aufgelöst und die Mitgliedschaft in seinen Vereinen mit derselben Begründung verboten.
Nachkriegszeit und Gegenwart
Im Herbst 1945, ein halbes Jahr nach Kriegsende, entstand in Münster bereits die „Unio”, aus der im Jahre 1947 die Unitas Winfridia wieder hervorging. Mit dieser Wiederbegründung knüpfte die Unitas Winfridia an die lange und bedeutende unitarische Tradition in Münster an, der sie sich bis auf den heutigen Tag verpflichtet fühlt. Auch in den Zeiten des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels leitet uns das christliche Menschenbild, es garantiert die freiheitliche, demokratische Grundordnung unseres Staates.
